Weihnachsgedichte - Gedichte in der romantischen Weihnachtszeit

Wenn das Jahresende mit seiner besinnlich-festlichen Stimmung naht, die Abende auf dem Weihnachtsmarkt und in den bunt erleuchteten Straßen verbracht werden und süße Düfte nach Mandeln und Lebkuchen die Luft erfüllen, dann kommt die Zeit der Weihnachtsgedichte. 

Die klassischen Weihnachtsgedichte wurden schon zu Zeiten unserer Großeltern am Heiligen Abend vorgetragen. Heute gibt es schier unzählige Weihnachtsgedichte für Kinder und Erwachsene, die sich je nach Zielgruppe inhaltlich und in ihrer Ausdrucksweise unterscheiden.

Bereits für die Adventszeit finden sich zahlreiche Gedichte, die die Vorfreude auf die Weihnachtstage ausdrücken. Man denke nur an die zahlreichen Weihnachtsgedichte über den Nikolaus und das Christkind, die auf ihrem Weg zu den Kindern durch die Fenster schauen. Das Abendrot in der kalten Jahreszeit gilt in vielen Gegenden der Welt als das Glühen der Backöfen, in denen die Engel Weihnachtsplätzchen backen und findet daher ebenfalls häufig Erwähnung in Weihnachtsgedichten. Die Gedichte selbst können religiös oder andächtig, aber auch lustig, fantasievoll oder gar erotisch sein.

 

„Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen...“ 

So heißt es in einem bekannten Weihnachtsgedicht, in dem die Kinder vor dem baldigen Weihnachtsfest zum Gehorsam ermahnt werden. Ein Klassiker, der sich heute in zahlreichen Verballhornungen wiederfindet. Schließlich müssen die Weihnachtsgedichte von heute längst nicht mehr so streng sein, da auch die gesellschaftlichen Normen in der besinnlichen Zeit lockerer geworden sind. Da darf dann das Christkind auch einmal zusammen mit dem Nikolaus Abenteuer im Alltag der Menschen erleben.

Bisweilen werden in der Weihnachtszeit auch Tiere oder Gegenstände vermenschlicht, um von ihren Eindrücken zur Winter- und Weihnachtszeit zu erzählen. Dann laufen Kätzchen durch den Schnee und der Esel aus dem Weihnachtsstall erzählt die Geburt Christi in Reimen. In anderen Gedichten begegnet man einem Schneemann, der von seiner Begegnung mit den Weihnachtssängern erzählt. Die Weihnachtssänger wandern von Haus zu Haus, um den Bewohnern mit Weihnachtsgedichten und -liedern die Adventszeit zu versüßen.


Weihnachtsgedichte als Tradition 

Bis heute gibt es in vielen Familien die weihnachtliche Tradition, dass die Kinder der Familie vor der Bescherung Gedichte und Lieder zum Besten geben. Während in manchen Familien die auswendig gelernten Weihnachtsgedichte vor dem Nikolaus und seinem Helfer Knecht Ruprecht vorgetragen werden, sind bei anderen die Familienangehörigen am Heiligen Abend die glücklichen Zuhörer. Omas, Opas und andere Verwandte freuen sich auf die Vorträge der Kleinen, die sich für ihre Mühe ein Extra-Geschenk vom Christkind erhoffen – zumeist mit Erfolg.

Viele Erwachsene erinnern sich bis heute an die Weihnachtsabende ihrer Kindheit. Dazu gehörte einfach der Duft von Äpfeln, frisch gebackenen Weihnachtsplätzchen und natürlich die Aufregung vor dem Gedichtvortrag. Und während dann im Kerzenlicht aufgeregte Kinder ihre Weihnachtsgedichte rezitieren, warten unter dem Weihnachtsbaum die bunt verpackten Geschenke darauf, ausgepackt zu werden. Die Augen der Kleinen wandern hin und her zwischen den aufmerksamen Zuhörern und dem glitzernden Christbaum. Eine schöne Tradition, die hoffentlich noch lange lebendig bleibt.

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