Hochzeitsgedichte - Gedichte für den schönsten Tag im Leben
Hochzeitsgedichte sind keineswegs eine Erfindung unserer Zeit, ganz im Gegenteil: Schon vor Jahrhunderten verfasste und rezitierte man Gedichte zur Hochzeit, um dem Brautpaar auf diese Weise besonders viel Glück und Segen mit auf den Weg in die Ehe zu geben.
Häufig nehmen Hochzeitsgedichte thematisch den Beginn des Ehelebens und das Ende des Single-Daseins auf. Da wird der guten alten Junggesellenzeit nachgetrauert, gute Ratschläge für eine gute Ehe gegeben und das Brautpaar und seine aufs Besonderheiten aufs Korn genommen. Dementsprechend ist auch der Ton der Gedichte: Während die einen mit erhobenen Zeigefinger vor den Abgründen und Gefahren des Ehelebens warnen und zu Treue und Liebe aufrufen, geben sich die anderen humoristischer und unterhaltsamer. Je nach Ton und Thema finden Hochzeitsgedichte ganz unterschiedlich Einsatz auf einer Hochzeit.
Hochzeitsgedichte zur Unterhaltung
Auf Hochzeitsgedichte greift man gern zurück, wenn man einige passende Worte für die Glückwunschkarte oder den Eintrag ins Gästebuch sucht. Sie stellen eine gute Alternative zu herkömmlichen Glückwünschen und drücken all das in knapper Form aus, was man dem Brautpaar mit auf den Weg geben möchte.
Hochzeitsgedichte kommen aber häufig auch auf der Hochzeit selbst zum Einsatz – dann nämlich, wenn Geschenke übergeben werden oder es an die Unterhaltung der Gäste geht. Oftmals erhält das Brautpaar seine Geschenke im Rahmen eines Gedichtvortrags – natürlich zur Erheiterung der restlichen Hochzeitsgesellschaft. Auch in Zusammenhang mit Hochzeitsspielen kommen gern Hochzeitsgedichte zum Einsatz, die nicht selten selbst verfasst sind und aus dem bisherigen Leben des Brautpaares erzählen.
Hochzeitsgedichte-Klassiker
Hochzeitsgedichte haben wie bereits erwähnt eine längere Tradition in Deutschland. Dementsprechend einfach ist es, ein passendes Gedicht für eine Hochzeit zu finden. Neben Anthologien sind es vor allem Internetseiten, die sich als unerschöpfliche Quelle lyrischer Ergüsse zu diesem Thema erweisen.
Immer wieder beliebt sind die Hochzeitsgedichte-Klassiker von Goethe und Busch, Storm, Mozart und vielen anderen bekannten Künstlern. Wer es moderner mag, braucht nur einmal einen Blick auf eine der zahlreichen Gedichte-Seiten zu werfen: Hochzeiten und die Liebe im Allgemeinen werden hier immer wieder gern zum Thema gemacht. Solange man ein Gedicht nicht kommerziell verwendet, hat sicher niemand etwas dagegen, wenn sein Gedicht auf einer Hochzeit rezitiert wird.
Schreiben oder schreiben lassen?
Am schönsten und persönlichsten ist es sicherlich, ein Hochzeitsgedicht selbst zu fassen. Auf diese Weise entsteht ein Gedicht wie es individueller und treffender nicht sein könnte, da all die Erfahrungen und Erinnerungen, die der Verfasser mit dem Brautpaar teilt, darin einfließen können. Leider ist aber nicht jeder zum Dichter geboren und der gute Wille geht schnell verloren, wenn sich das Gedichteschreiben zum Krampf entwickelt. Wer trotzdem nicht auf ein persönliches Hochzeitsgedicht verzichten möchte, kann jedoch die Dienste eines professionellen Schreibers in Anspruch nehmen.
Einen entsprechenden Service bieten viele Redenschreiber und Schreibbüros an. Bevor man einen Auftrag erteilt sollte man sich jedoch anhand von Arbeitsproben vergewissern, dass der Hochzeitsgedichte-Ghostwriter auch ausreichend für die an ihn übertragene Aufgabe geeignet ist. Alternativ ist es jedoch auch möglich, zusammen mit Freunden ein Hochzeitsgedicht zu verfassen – das bringt nicht nur auf der Hochzeit, sondern auch schon im Vorfeld jede Menge Spaß.
Komm heraus komm heraus
Komm heraus, komm heraus, du schöne, schöne Braut, Deine guten Tage sind nun alle, alle aus. Deine Jungfraun lässt du stehn, Willst nun zu den Weibern gehn. Dein Schleierlein weht, dein Schleierlei...
Im Walde
Es zog eine Hochzeit den Berg entlang, Ich hörte die Vögel schlagen, Da blitzten viel´ Reiter, das Waldhorn klang, Das war ein lustiges Jagen! Und eh´ ich´s gedacht, war alles verhallt...
Im Grund deiner Augen
Im Grund deiner Augen steht meine Welt auf dem Kopf, Dort lächle ich meinen Feinden zu und küsse dem Tod die Finger. Klopfe an mit dem warmen Hammer in deiner Brust, Es ist ein Schatz in meinem Meer. T...
Hochzeitslied
Stand ein junges Veilchen auf der Weiden, Lieb und herzig, in sich, und bescheiden; Und ein wackrer Jüngling über Land Kam hin, da das Veilchen stand. Und er sah das Veilchen auf der Weiden Lieb und he...
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Es war ein alter König, Der hat ne schöne Magd, Da freut er sich nicht wenig, Weil sie ihm wohl behagt. Er lässt die Ritter laden, Zu seinem Hochzeitfest. "Es wird dir wahrlich schaden!" Spricht...
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In meiner Fensterscheibe tritt der Mond hervor Mit seinem fraulichen nackten Leibe, Und um ihn auf der Nachtau ist ein Wolkengetreibe, Als stürmten Freier zur sich lagernden Mondfrau empor. Die Fackeln der H...
Die Liebe
Die Liebe war nicht geringe. Sie wurden ordentlich blass; Sie sagten sich tausend Dinge Und wussten noch immer was. Sie mussten sich lange quälen. Doch schließlich kam´s dazu, Dass sie sich ko...
Der Holzwurm
Der bunte Finke baut sein Nest Dem schönsten Waldbaum ins Geäst. „Am Ersten soll die Hochzeit sein! Der Baum ist mein.“ Da kommt ein Mann im Jägerkleid und misst den Baum, wie hoch, w...
Der Bräutigam
Um Mitternacht - ich schlief, im Busen wachte Das liebevolle Herz, als wär es Tag; Der Tag erschien, mir war, als ob es nachte - Was ist es mir, soviel er bringen mag. Sie fehlte ja, mein emsig Tun und Streb...